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Eissmann patentiert Airbag-Schwächungsverfahren


Mit seinem Patent für ein neuartiges Schwächungsverfahren für Oberflächenmaterialien macht die Eissmann Group Automotive den Airbag „unsichtbar“. Das neue Eissmann-System erfüllt die designtechnische Anforderung der Fahrzeughersteller und Endkunden, beispielsweise den Beifahrerairbag im Armaturenbrett so zu gestalten, dass er für den Insasse nicht mehr zu erkennen ist.

Für eine garantierte Funktionsweise des Airbags war es bisher notwendig die Oberfläche im Bereich der Airbagklappe mit einer optisch sichtbaren Aufreißnaht zu versehen. Bei dem neuen Verfahren wird in einen Lederbezug für Airbag-Abdeckungen eine „unsichtbare“ Schwächung eingebracht, die ein zuverlässiges Aufreißverhalten garantiert. Mittels Mikroperforation des Leders wird eine definierte Schwächung erzeugt, welche aus dem Fahrzeuginnenraum nicht zu sehen ist und somit erstmalig völlige Designfreiheit ermöglicht.

Sichtbare Sicherheitsbauteile, sichtbare Nähte sowie designtechnische Forderungen gehören der Vergangenheit an. Beim „Unsichtbaren Airbag“ ist es nicht mehr erforderlich die Sollbruchstelle parallel zu den Ziernähten zu setzen. Durch die gesteuerte Mikroperforation ist stattdessen jede gewünschte Geometrie prozesssicher realisierbar. Der Airbag wird dadurch für den Insassen „unsichtbar“.

Das weltweit serienerprobte Eissmann-Schwächungsverfahren ist, im Gegensatz zu anderen marktüblichen Verfahren, auch mit Lederstärken größer 0,5 mm zuverlässig umsetzbar. Durch die eingesetzte Mikroperforation, dem typischen Eissmann Mäander, wird durch spezieller Geometrie und exakt definierten Stichabstand in dem für die Airbagentfaltung optimalen Bereich eine Sollbruchstelle in das Leder eingebracht.

Dies bietet gegenüber anderen Verfahren den Vorteil, dass die Aufreißlinie exakt und wiederholgenau positioniert werden kann. Im Gegensatz zum Einschneiden von Kerben klaffen die Einstichöffnungen auf der Fleischseite nicht auf, sondern schließen sich fast vollständig wieder, sodass sie trotz hoher Wirksamkeit optisch nicht auffallen. Die Schwächungslinien sind dabei frei gestaltbar und können für den jeweiligen Anwendungsfall optimal gewählt werden. So wird ein unter allen Bedingungen sicheres Aufreißverhalten und damit optimaler Schutz der Insassen gewährleistet.

Die funktionellen Anforderungen unter gleichzeitiger Einhaltung der Designvorgabe „Unsichtbarkeit“ stellen eine große Herausforderung dar, die speziell beim Werkstoff Leder als technisch sehr anspruchsvoll einzustufen ist.
Erfolgreich abgeschlossene Schussversuche, Sonnenlichtsimulationen und Klimawechseltests gewährleisten absolute Prozesssicherheit für die geforderten Automobilstandards.

Aufgrund des technologischen Alleinstellungsmerkmals ist es der Eissmann-Gruppe in kürzester Zeit gelungen, wesentliche Auftragsumfänge im Premiumbereich zu gewinnen.